Mikdat Çelik

In einer kleinen Werkstatt im Kupfermarkt von Gaziantep sitzt ein Mann an einer Holzbank, ein Kupferstück auf einem Stahlstab vor sich, und formt es Schlag für Schlag mit dem Hammer. Das ist Mikdat Çelik, geboren 1942, der älteste und erfahrenste Handwerker bei Hunarvar. Er arbeitet bis heute komplett ohne Maschinen.

  • Geboren 1. März 1942 in Gaziantep, Türkei
  • Spezialisierung Kupferschmied, freies Treiben von Hand
  • Erfahrung seit 1957, über sechs Jahrzehnte
  • Rolle bei Hunarvar ältester und erfahrenster Handwerker, Symbol der Tradition
Mikdat Çelik, Kupferschmied aus Gaziantep, lächelt in seiner Werkstatt

Ein Leben für das Kupfer

Mikdat kam am 1. März 1942 in Gaziantep zur Welt. Die Schule war für ihn kein leichter Ort, und 1957 entschied er sich, sie zu verlassen und stattdessen ein Handwerk zu lernen. Er begann eine Lehre als Kupferschmied, ein Beruf, der in Gaziantep seit Jahrhunderten von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird.

Sein Weg führte ihn auch eine Zeit lang ins Ausland. Ende der 1970er arbeitete er als Metallbauer in Libyen, später eine Weile in Karlsruhe, unter anderem in der Lederverarbeitung und Metallbearbeitung. Doch es zog ihn zurück. Seit seiner Rückkehr nach Gaziantep ist er ohne Unterbrechung als Kupferschmied tätig.

Formen allein mit dem Hammer

Mikdats Technik ist die älteste, die wir bei Hunarvar haben: das freie Treiben. Das Kupfer liegt auf einem Stahlstab, und mit gezielten Hammerschlägen treibt er das Metall Stück für Stück in Form. Keine Drehbank, keine Maschine, nur Holzbank, Stahlstab und Hammer. Zwischen 5.000 und 8.000 Hammerschläge stecken in einem einzigen Kupferwaschbecken. Das verlangt Geduld, Kraft und ein Gefühl, das man sich erst in Jahrzehnten erarbeitet. Hier hat ein Mensch gearbeitet, nicht eine Maschine.

„Mikdat arbeitet noch genau wie vor sechzig Jahren: Holzbank, Stahlstab, Hammer, keine einzige Maschine. Wer ihm einmal zugesehen hat, versteht, warum jedes Stück ein Unikat ist."
- Hunarvar

Gut zu wissen: Die feinen Hammerspuren auf einem von Mikdat getriebenen Stück sind kein Makel, sondern der Beweis echter Handarbeit. Genau sie machen jedes Becken zu einem Unikat, das kein zweites Mal existiert.

Mikdat und Hunarvar

Von einst über 300 Kupferschmieden in Gaziantep sind nur noch etwa 47 geblieben. Mikdat ist einer der ältesten unter ihnen und für uns ein Stück lebendige Tradition. Wir kaufen direkt bei ihm, ohne Zwischenhändler, und zahlen faire Preise. Während Ahmet an der Drehbank arbeitet, formt Mikdat seine Stücke vollständig von Hand. Beide Wege führen zum selben Ziel: einem Unikat, das kein zweites Mal existiert.

Häufige Fragen

Ja. Mikdat formt das Kupfer ohne Maschinen, allein mit Hammer und Stahlstab auf seiner Holzbank. In einem Waschbecken stecken so 5.000 bis 8.000 Hammerschläge, jeder von Hand gesetzt.

Beim freien Treiben formt Mikdat das Becken Schlag für Schlag auf dem Stahlstab. An der Drehbank, der Technik von Ahmet, rotiert das Kupfer dagegen und wird mit dem Werkzeug in Form gedrückt. Beides ist reine Handarbeit, nur der Weg dahin ist ein anderer.

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